
Sportvorhersagen
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Zwölf Gruppen, 48 Mannschaften, und eine Gruppenphase, die alles bisher Dagewesene sprengt. Als die Auslosung für die WM 2026 stattfand, habe ich mir jede einzelne Gruppe notiert und sofort meine erste Einschätzung daneben geschrieben — Bauchgefühl, unverfälscht, in fünf Minuten. Dann habe ich die Daten geprüft: FIFA-Ranking, Qualifikationsergebnisse, Kaderwerte, Head-to-Head-Statistiken. Bei sechs der zwölf Gruppen hat mein Bauchgefühl mit den Daten übereingestimmt. Bei den anderen sechs lag ich daneben — und genau diese Diskrepanz macht die WM-Gruppen 2026 so interessant für Wetter.
Das neue Format mit 12 Gruppen à 4 Teams ändert die Dynamik grundlegend: Die zwei Gruppenbesten und die acht besten Gruppendritten kommen weiter. Das bedeutet, dass selbst ein dritter Platz reichen kann — und es bedeutet, dass im letzten Gruppenspiel weniger taktisches Schieben stattfinden wird als bei früheren Turnieren. Ein Punkt kann den Unterschied zwischen Weiterkommen und Ausscheiden machen. Für die Wettmärkte hat das eine klare Konsequenz: Gruppenwetten sind so wertvoll wie nie zuvor, weil die Kalkulation komplexer ist und Buchmacher bei neuen Formaten erfahrungsgemäß größere Margen einbauen.
In meiner Übersicht bewerte ich jede der 12 WM-Gruppen nach einem Schwierigkeitsgrad von 1 bis 10 — wobei 10 die härteste und 1 die leichteste Gruppe bedeutet. Diese Bewertung bezieht sich auf den Schwierigkeitsgrad für den jeweiligen Gruppenfavoriten: Je höher die Zahl, desto größer die Gefahr einer Überraschung. Für Wetter ist diese Einschätzung direkt relevant, weil der Schwierigkeitsgrad die Quoten auf Gruppensieger und Gruppenzweite beeinflusst — und weil die Buchmacher bei der ersten WM mit 48 Teams noch keine historischen Daten für dieses Format haben, auf die sie ihre Modelle stützen können.
Mein Gruppen-Ranking: Von der Todesgruppe bis zum Freilos
Wenn mich jemand fragt, welche WM-Gruppe er sich als Zuschauer nicht entgehen lassen sollte, sage ich ohne Zögern: Gruppe H. Spanien, Uruguay, Kap Verde und Saudi-Arabien — das ist die Todesgruppe dieses Turniers, auch wenn sie auf dem Papier nicht so aussieht. Der Europameister gegen den Copa-América-Dritten, dazu Saudi-Arabien, das bei der letzten WM Argentinien geschlagen hat. Mein Schwierigkeitsgrad für Spanien als Favorit: 8 von 10.
Am anderen Ende des Spektrums steht Gruppe E: Deutschland, Curaçao, Côte d’Ivoire und Ecuador. Für Deutschland ist das die leichteste denkbare Konstellation — aber selbst hier lauert in Côte d’Ivoire ein Gegner, den man nicht unterschätzen darf. Schwierigkeitsgrad für Deutschland: 4 von 10. Das vollständige Ranking meiner zwölf Gruppen vom höchsten zum niedrigsten Schwierigkeitsgrad: Gruppe H (8), Gruppe K (7.5), Gruppe L (7), Gruppe F (7), Gruppe J (6.5), Gruppe I (6), Gruppe C (6), Gruppe D (5.5), Gruppe B (5), Gruppe G (4.5), Gruppe A (4.5) und Gruppe E (4).
Was an diesem Ranking auffällt: Die europäischen und südamerikanischen Gruppen sind tendenziell schwieriger als die mit afrikanischen oder asiatischen Topteams. Das liegt nicht an der Qualität dieser Konföderationen — Marokko und Japan haben bei der WM 2022 bewiesen, dass sie jedes Team schlagen können — sondern an der Tiefe innerhalb der Gruppen. In Gruppe H gibt es keinen Durchmarsch, in Gruppe E schon. Für Wetter bedeutet das: Die besten Value-Wetten bei der WM 2026 finden Sie in den Gruppen mit mittlerem Schwierigkeitsgrad, wo die Quoten die tatsächliche Überraschungsgefahr noch nicht vollständig eingepreist haben.
Mein persönlicher Favorit für die spannendste Gruppe ist übrigens nicht H, sondern F — Niederlande gegen Japan ist ein Duell, das jedes Viertelfinale schmücken würde, aber hier schon in der Gruppenphase stattfindet. Und Schweden als traditionell unangenehmer Gegner kann beiden das Leben schwer machen. Wenn ich nur drei Gruppenspiele live im Stadion sehen dürfte, wären Japan gegen die Niederlande, Spanien gegen Uruguay und England gegen Kroatien meine Wahl.
Gruppen A bis F: Teams, Chancen und meine Tipps
Es gibt bei jeder WM Gruppen, die auf dem Papier langweilig aussehen und dann das beste Fußball liefern — und umgekehrt. Im Folgenden gehe ich jede Gruppe der ersten Hälfte durch, mit meiner Einschätzung zum Ausgang und meinem Wetttipp.
Gruppe A: Mexiko, Südkorea, Südafrika, Tschechien
Mexiko hat als Co-Gastgeber den Heimvorteil im Eröffnungsspiel am 11. Juni im Estadio Azteca — das allein ist ein enormer Faktor. Die Mannschaft hat in der Qualifikation solide gespielt, ohne zu glänzen, und trägt die Last einer ganzen Nation auf den Schultern. Bei den letzten acht Weltmeisterschaften ist Mexiko siebenmal in der Gruppenphase aufgestiegen, aber kein einziges Mal über das Achtelfinale hinausgekommen — der berüchtigte „Quinto Partido“-Fluch. Südkorea bringt mit Son Heung-min einen der besten Flügelspieler der Welt mit und hat in der asiatischen Qualifikation überzeugt. Tschechien hat sich über die Playoffs qualifiziert und ist ein taktisch disziplinierter Gegner, der selten hoch verliert. Südafrika als Vertreter des Gastgeberkontinents wird emotional unterstützt, hat aber sportlich die schwierigste Ausgangsposition.
Mein Tipp: Mexiko gewinnt die Gruppe, Südkorea wird Zweiter. Schwierigkeitsgrad: 4.5 von 10. Wetttipp: Mexiko als Gruppensieger — die Quoten liegen bei rund 2.00, und der Heimfaktor wird vom Markt leicht unterschätzt. Das Eröffnungsspiel im Azteca gegen Südafrika ist der Schlüssel: Wenn Mexiko dort gewinnt, ist die psychologische Basis für die Gruppe gelegt.
Gruppe B: Kanada, Schweiz, Katar, Bosnien-Herzegowina
Eine Gruppe ohne klaren Topfavoriten — und genau das macht sie für Wetter interessant. Die Schweiz ist auf dem Papier die stärkste Mannschaft, mit einer eingespielten Defensive und der Erfahrung von drei aufeinanderfolgenden K.o.-Runden-Teilnahmen bei großen Turnieren. Aber Kanada spielt zu Hause und hat unter Jesse Marsch einen physisch beeindruckenden Stil entwickelt, der europäischen Gegnern Probleme bereitet. Alphonso Davies als Antreiber von der linken Seite kann jede Defensive überlaufen. Katar hat als Gastgeber der WM 2022 Erfahrung auf großer Bühne gesammelt, und Bosnien-Herzegowina bringt mit Džeko und einer kampfstarken Mannschaft Qualität mit, die über das FIFA-Ranking hinausgeht.
Mein Tipp: Schweiz auf Platz eins, Kanada auf Platz zwei — aber diese Gruppe könnte in jede Richtung kippen. Schwierigkeitsgrad: 5 von 10. Wetttipp: Die Gruppe ist so offen, dass ich hier auf Einzelspielwetten setze, nicht auf Gruppensieger. Kanada gegen Katar „Über 2.5 Tore“ bei einer Quote um 1.90 ist eine der Wetten, die ich mir vormerke.
Gruppe C: Brasilien, Marokko, Haiti, Schottland
Brasilien als klarer Favorit, aber Marokko als Stolperstein — das ist die spannende Konstellation in Gruppe C. Die Nordafrikaner haben bei der WM 2022 Belgien, Spanien und Portugal geschlagen und das Halbfinale erreicht. Diese Generation ist gereift und tritt bei der WM 2026 mit dem Selbstvertrauen eines Halbfinalisten an. Marokko geht zudem als amtierender Afrika-Cup-Sieger ins Turnier — der Titel wurde Marokko vom CAF-Berufungsausschuss im März 2026 nach dem chaotischen Finale gegen Senegal zugesprochen. Allerdings reisen die Atlas-Löwen mit einem neuen Trainer nach Nordamerika: Walid Regragui, Architekt des Halbfinal-Wunders 2022, ist Anfang März 2026 zurückgetreten und wurde durch Mohamed Ouahbi ersetzt — den bisherigen U20-Coach, der mit Marokkos U20-Auswahl 2025 Weltmeister wurde. Dieser Trainerwechsel kurz vor dem Turnier ist der größte Risikofaktor für Marokko: Ouahbi muss Regraguis defensive Stabilität bewahren und gleichzeitig eine eigene Handschrift entwickeln, ohne die Mannschaft zu verunsichern. Genau das, was Brasilien Probleme bereiten kann, wie das Viertelfinalaus gegen Kroatien 2022 gezeigt hat.
Haiti ist nach 52 Jahren Pause zurück auf der WM-Bühne — die Karibik-Nation hatte zuletzt 1974 in Deutschland gespielt — und sportlich überfordert. Die karibische Mannschaft hat die CONCACAF-Qualifikation überraschend überstanden, wird aber gegen Brasilien und Marokko kaum Punkte holen. Schottland wird ums Überleben kämpfen und bringt die typisch britische Physis und Leidenschaft mit, hat aber seit 1998 kein WM-Gruppenspiel mehr gewonnen. Mein Tipp: Brasilien Erster, Marokko Zweiter — aber das direkte Duell zwischen beiden wird das entscheidende Gruppenspiel. Schwierigkeitsgrad: 6 von 10 — wegen Marokko, das Brasilien durchaus schlagen kann. Wetttipp: Marokko als Gruppenzweiter bei einer Quote von rund 2.20 bietet solides Value, und Marokko als Gruppenerster bei 4.00 ist eine mutige, aber nicht abwegige Wette.
Gruppe D: USA, Paraguay, Australien, Türkei
Die USA spielen zu Hause, und der Heimvorteil bei einem WM-Turnier ist statistisch belegt — der Gastgeber erreicht in 75 Prozent aller Fälle mindestens das Viertelfinale. Das US-Team hat in den letzten Jahren massiv in seine Jugendausbildung investiert, und Spieler wie Pulisic, Reyna und Musah bringen europäische Topligaerfahrung mit. In den Testspielen der letzten 18 Monate hat die USA gegen mehrere europäische Teams bestanden und dabei einen Stil entwickelt, der intensives Pressing mit schnellem Umschaltspiel verbindet.
Die Türkei ist über die Playoffs gekommen und taktisch unberechenbar — unter dem richtigen Trainer kann dieses Team jeden Gegner an einem guten Tag schlagen, aber an einem schlechten Tag gegen jeden verlieren. Calhanoglu als Spielmacher ist der Schlüssel. Paraguay hat eine solide südamerikanische Qualifikation hinter sich und bringt die typisch südamerikanische Kampfkraft mit, die in der Gruppenphase Punkte kostet. Australien wird physisch dagegenhalten und über Flanken und Standards kommen — ein Stil, der bei einer WM immer für Überraschungen gut ist.
Mein Tipp: USA gewinnen die Gruppe, Türkei wird Zweiter — knapp vor Paraguay. Schwierigkeitsgrad: 5.5 von 10. Wetttipp: USA als Gruppensieger bei Quoten um 1.65 — kein hoher Value, aber eine solide Basis für Kombiwetten. Interessanter: Türkei als Gruppenzweiter bei rund 3.20, weil die Mannschaft an ihren besten Tagen die Qualität hat, Paraguay und Australien zu dominieren.
Gruppe E: Deutschland, Curaçao, Côte d’Ivoire, Ecuador
Deutschlands Gruppe. Und ich sage es direkt: Es hätte kaum besser kommen können. Curaçao ist der kleinste WM-Teilnehmer der Geschichte mit rund 156.000 Einwohnern — ein historisches Ereignis für den karibischen Inselstaat, aber sportlich keine Herausforderung für die Mannschaft von Julian Nagelsmann. Das Auftaktspiel am 14. Juni im NRG Stadium in Houston sollte ein klarer Sieg werden, bei dem Deutschland früh die Weichen stellt.
Côte d’Ivoire hat als Afrika-Cup-Sieger 2023 Substanz und wird das schwierigste Gruppenspiel für Deutschland — auch wenn die Ivorer ihren Titel beim AFCON 2025 in Marokko bereits im Viertelfinale gegen Ägypten verloren haben. Die Mannschaft verfügt über einen athletischen, technisch starken Kader mit Spielern wie Haller, Kessié und Gradel, die in europäischen Topligen unter Vertrag stehen. Das Spiel am 20. Juni in Toronto wird die echte Prüfung — wer hier gewinnt, hat den Gruppensieg praktisch sicher. Ecuador ist eine erfahrene WM-Mannschaft, die konterstark agiert und bei der WM 2022 in der Gruppenphase den Gastgeber Katar mit 2:0 geschlagen hat. Am 25. Juni trifft Deutschland im MetLife Stadium in East Rutherford auf die Südamerikaner — ein Spiel, das bei einem deutschen Sieg in den ersten beiden Partien taktisch rotiert werden könnte.
Mein Tipp: Deutschland Erster, Côte d’Ivoire Zweiter. Schwierigkeitsgrad: 4 von 10. Deutschlands detaillierte Gruppenanalyse behandelt jeden Gegner einzeln mit Taktik, Kader und Wetttipps. Wetttipp: Deutschland als Gruppensieger liegt bei Quoten um 1.30 — kaum Value als Einzelwette, aber als Baustein einer Dreierkombi nutzbar. Côte d’Ivoire als Gruppenzweiter bei Quoten um 2.40 ist die interessantere Wette in dieser Gruppe.
Gruppe F: Niederlande, Japan, Schweden, Tunesien
Die Gruppe, die ich am liebsten als neutraler Zuschauer verfolgen werde. Japan hat bei den letzten beiden WM-Turnieren bewiesen, dass es europäische Topteams schlagen kann — und die Niederlande sind genau die Art von Gegner, die Japan liegt: technisch stark, aber anfällig für schnelles Umschalten und hohes Pressing in der eigenen Hälfte. Das direkte Duell Japan gegen die Niederlande wird das Schlüsselspiel der gesamten Gruppenphase — nicht nur für Gruppe F, sondern für das Turnier insgesamt, weil es die Setzung in der K.o.-Runde maßgeblich beeinflusst.
Schweden hat sich über die Playoffs qualifiziert und bringt die typisch skandinavische Physis und Disziplin mit, die europäische Gegner seit Jahrzehnten fürchten. Alexander Isak als Sturmspitze gibt Schweden eine individuelle Qualität, die über das Kollektiv hinausgeht. Tunesien hat wenig Chancen auf den Aufstieg, kann aber als Punktelieferant die Konstellation durcheinander bringen — bei der WM 2022 hat Tunesien Frankreich in der Gruppenphase geschlagen, als Les Bleus rotiert haben. Mein Tipp: Japan und Niederlande teilen sich die ersten beiden Plätze — in welcher Reihenfolge, hängt vom direkten Duell ab. Schwierigkeitsgrad: 7 von 10 für die Niederlande als Favorit. Wetttipp: Japan als Gruppenerster bei einer Quote um 3.80 — riskant, aber mit echtem Value, wenn man Japans WM-Bilanz der letzten Jahre berücksichtigt. Schweden als Dritter mit Weiterkommen bei rund 3.50 ist eine weitere interessante Option.

Gruppen G bis L: Teams, Chancen und meine Tipps
Die zweite Hälfte der Gruppenauslosung enthält die meisten Topfavoriten — und damit auch die meisten Wettmöglichkeiten. Frankreich, Argentinien, England, Spanien und Portugal sind alle in den Gruppen G bis L verteilt. Das bedeutet: Die Gruppenphase dieser sechs Gruppen wird die Quoten für die K.o.-Runde maßgeblich beeinflussen.
Gruppe G: Belgien, Ägypten, Iran, Neuseeland
Belgien ist Favorit, aber ein Favorit mit Verfallsdatum. Die goldene Generation altert, und die Nachfolger haben sich noch nicht auf Turnierniveau bewiesen. De Bruyne, Lukaku und Courtois bilden weiterhin das Rückgrat, aber die Frage ist, wie viel diese Spieler noch über sieben Wochen und potenziell sieben Spiele leisten können. Ägypten bringt mit Salah einen Weltstar mit, der die Gruppe im Alleingang aufmischen kann — wenn er fit ist und Ägyptens defensiv orientiertes System es ihm erlaubt, seine Stärken auszuspielen. Bei der WM 2018 konnte Salah trotz Teilnahme nicht glänzen, weil die Mannschaft um ihn herum nicht auf seinem Niveau agierte. Ob sich das 2026 geändert hat, wird die Gruppenphase zeigen. Iran hat bei der WM 2022 gezeigt, dass es physisch mithalten kann und gegen starke Gegner organisiert verteidigt, und Neuseeland als ozeanischer Vertreter ist der klare Außenseiter.
Mein Tipp: Belgien Erster, Ägypten Zweiter. Schwierigkeitsgrad: 4.5 von 10. Wetttipp: Ägypten als Gruppenzweiter bei Quoten um 2.60 — Salah allein ist der Unterschied, und bei einem Turnier genügt manchmal ein Spieler, um eine ganze Mannschaft über die Gruppenphase zu tragen.
Gruppe H: Spanien, Kap Verde, Saudi-Arabien, Uruguay
Meine Todesgruppe. Spanien ist der Europameister und Favorit, aber Uruguay ist kein gewöhnlicher Gruppengegner — die Südamerikaner haben eine Tradition bei Weltmeisterschaften, die nur wenige Nationen übertreffen: zwei WM-Titel, regelmäßige Teilnahme an der K.o.-Runde, eine Mentalität, die in Drucksituationen eher stärker als schwächer wird. Unter Marcelo Bielsa hat Uruguay bei der Copa América 2024 den dritten Platz erreicht und dabei phasenweise den besten Fußball des Turniers gespielt. Saudi-Arabien hat bei der WM 2022 den Titelverteidiger Argentinien in der Gruppenphase geschlagen und wird auch 2026 unterschätzt — die saudische Liga hat international investiert, und die Nationalspieler profitieren von einem höheren Niveau im Vereinsfußball. Kap Verde ist WM-Debütant und sportlich der klare Außenseiter, aber selbst sie können in einem Spiel Punkte stehlen — bei der Afrikameisterschaft hat Kap Verde wiederholt gezeigt, dass organisierte Defensive und Konter gegen stärkere Gegner funktionieren.
Mein Tipp: Spanien Erster, Uruguay Zweiter — aber knapp. Ein Unentschieden zwischen Spanien und Uruguay wäre das wahrscheinlichste Ergebnis im direkten Duell. Schwierigkeitsgrad: 8 von 10. Wetttipp: Uruguay als Gruppenzweiter bei einer Quote um 2.40 bietet solides Value. Saudi-Arabien gegen Spanien „Doppelte Chance X2“ wäre eine mutige, aber nicht irrationale Spezialwette bei Quoten um 4.00 — wer Saudi-Arabien 2022 gegen Argentinien gesehen hat, weiß, dass diese Mannschaft Favoriten stürzen kann.
Gruppe I: Frankreich, Senegal, Irak, Norwegen
Frankreich dominiert diese Gruppe — daran ändert auch der Rest nichts. Unter Deschamps hat Les Bleus die Fähigkeit perfektioniert, jedes Gruppenspiel mit dem nötigen Minimum an Aufwand zu gewinnen und die Energie für die K.o.-Runde aufzusparen. Senegal hat mit Ismaïla Sarr und Krépin Diatta individuelle Klasse, ist aber nach dem Abgang von Sadio Mané nicht mehr das Team, das bei der WM 2022 im Achtelfinale stand. Die Teranga-Löwen müssen eine neue Identität finden, und ob das bis Juni gelingt, ist fraglich.
Norwegen hat sich über die Qualifikation durchgekämpft und bringt mit Haaland einen der gefährlichsten Stürmer der Welt mit — aber eine Mannschaft ist mehr als ein Spieler. Norwegens Problem war in den letzten Jahren die fehlende taktische Struktur um Haaland herum: Wenn der Ball nicht zu ihm kommt, fehlt Plan B. Irak hat sich über das Playoff qualifiziert und wird physisch dagegenhalten, aber sportlich kaum über die Rolle des Punktelieferanten hinauskommen. Mein Tipp: Frankreich souverän Erster, Senegal oder Norwegen Zweiter — ich tendiere zu Norwegen, weil Haaland in drei Gruppenspielen den Unterschied machen kann. Schwierigkeitsgrad: 6 von 10 für Frankreich. Wetttipp: Norwegen als Gruppenzweiter bei rund 3.00 — Haaland gegen schwächere Gruppengegner ist ein Faktor, den die Quoten nicht vollständig abbilden.
Gruppe J: Argentinien, Algerien, Österreich, Jordanien
Der Titelverteidiger in einer machbaren Gruppe — aber mit einer Falle namens Österreich. Rangnicks Mannschaft spielt den progressivsten Fußball im deutschsprachigen Raum: hohes Pressing, schnelles Umschalten, aggressive Defensive. Bei der EM 2024 in Deutschland hat Österreich unter Rangnick die Gruppe mit Frankreich und den Niederlanden als Erster abgeschlossen — das war kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Systems, das selbst gegen Top-10-Mannschaften funktioniert. Gegen Argentinien wird das allein nicht reichen, aber gegen Algerien und Jordanien hat Österreich die klare Favoritenrolle für den zweiten Platz.
Algerien bringt technische Qualität mit und hat eine leidenschaftliche Fanbasis, die in Nordamerika — vor allem in den Städten mit großer nordafrikanischer Diaspora — für Stadionatmosphäre sorgen wird. Jordanien ist der Überraschungsteilnehmer aus Asien, der 2024 das Finale des Asien-Cups erreicht hat und damit bewiesen hat, dass diese Mannschaft auf einem höheren Niveau angekommen ist als ihr FIFA-Ranking suggeriert. Mein Tipp: Argentinien Erster, Österreich Zweiter. Schwierigkeitsgrad: 6.5 von 10. Wetttipp: Österreich als Gruppenzweiter bei Quoten um 2.10 — das ist angesichts von Rangnicks System und der Gegner ein fairer Wert mit leichtem Value-Vorteil.
Gruppe K: Portugal, Usbekistan, Kolumbien, DR Kongo
Eine der stärksten Gruppen des Turniers, die oft übersehen wird. Portugal ist Favorit, aber die Frage der Ronaldo-Nachfolge schwebt über dem gesamten Team. Cristiano Ronaldo wird bei der WM 2026 vermutlich 41 sein — ob er noch im Kader steht, ist Stand April 2026 offen. Mit oder ohne Ronaldo hat Portugal Weltklassespieler auf nahezu jeder Position: Bernardo Silva, Bruno Fernandes, Rafael Leão und eine Abwehr um Rúben Dias. Kolumbien hat 2024 das Copa-América-Finale erreicht und ist keineswegs ein bequemer Gegner — die Mannschaft unter Lorenzo spielt den besten kolumbianischen Fußball seit der James-Ära 2014. Usbekistan hat die asiatische Qualifikation souverän überstanden und überrascht mit einem jungen, technisch beschlagenen Kader, der das Zeug hat, einen der Favoriten zu ärgern. DR Kongo hat sich über das Playoff qualifiziert und bringt Athletik mit, die in der Gruppenphase für unangenehme Momente sorgen kann.
Mein Tipp: Portugal Erster, Kolumbien Zweiter — aber diese Reihenfolge könnte sich umdrehen, wenn Portugal in der Vorbereitung Probleme hat. Schwierigkeitsgrad: 7.5 von 10. Wetttipp: Kolumbien als Gruppenerster bei Quoten um 4.50 — eine Außenseiterwette, die bei einer Copa-Finalist-Form durchaus aufgehen kann.
Gruppe L: England, Kroatien, Ghana, Panama
England gegen Kroatien — das ist ein Duell mit WM-Geschichte: 2018 Halbfinale in Moskau (Kroatien gewann 2:1 nach Verlängerung), zahlreiche Aufeinandertreffen bei EM und Nations League. Beide Mannschaften kennen sich in- und auswendig, und die taktische Vorbereitung auf dieses Gruppenspiel wird auf beiden Seiten minutiös sein. Kroatien ist nicht mehr die Mannschaft von 2018, aber die junge Generation um Gvardiol und Sucić wächst heran, und die Turniererfahrung von Spielern wie Modrić steckt in der DNA des gesamten Kaders. Ghana hat bei afrikanischen Turnieren zuletzt geschwächelt und kommt ohne die Aura vergangener WM-Auftritte, und Panama ist als CONCACAF-Vertreter sportlich die schwächste Mannschaft der Gruppe, hat aber bei der WM 2018 gezeigt, dass die bloße Teilnahme eine ganze Nation elektrisieren kann.
Mein Tipp: England Erster, Kroatien Zweiter. Schwierigkeitsgrad: 7 von 10 — wegen Kroatiens Qualität und Turnierstärke. Wetttipp: England als Gruppensieger bei rund 1.55 ist keine Value-Wette im Einzelformat, aber das direkte Duell England gegen Kroatien bietet interessante Einzelspieloptionen, etwa „Über 2.5 Tore“ bei einer Quote um 2.10, weil beide Teams offensiv genug besetzt sind, um ein torreiches Spiel zu liefern.

Drei Über raschungsszenarien, die niemand auf dem Schirm hat
Bei der WM 2022 hat niemand vorhergesagt, dass Marokko ins Halbfinale einzieht. Bei der WM 2018 hat niemand mit einem russischen Viertelfinaleinzug gerechnet. Bei der WM 2014 hat Costa Rica die Gruppe mit Uruguay, England und Italien als Erster abgeschlossen. Überraschungen gehören zur DNA einer Weltmeisterschaft — und das erweiterte Format mit 48 Teams erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir 2026 etwas sehen, das es noch nie gab. Mehr Teams bedeuten mehr Spiele zwischen ungleichen Gegnern, mehr Gelegenheiten für taktische Fehlkalkulationen der Favoriten und mehr Raum für Mannschaften, die nichts zu verlieren haben. Hier sind drei Szenarien, die ich für unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich halte — und die als Wetten eine interessante Asymmetrie bieten.
Szenario eins: Brasilien scheidet in der Gruppenphase aus. Klingt absurd? Brasilien hat bei der WM 1966 genau das getan — als Titelverteidiger. In Gruppe C wartet Marokko als Gegner, der Brasilien taktisch und physisch fordern wird. Wenn die Seleção gegen Marokko verliert und gegen Schottland nur remis spielt, wird es am letzten Spieltag eng. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei vielleicht 8 Prozent — aber für Wetter mit Risikobereitschaft bieten Quoten auf ein brasilianisches Gruppenaus bei 12.00 bis 15.00 eine interessante Asymmetrie: wenig Einsatz, potenziell hohe Auszahlung.
Szenario zwei: Japan erreicht das Viertelfinale. Das klingt weniger absurd, wenn man die jüngste Geschichte berücksichtigt. Japan hat Deutschland und Spanien bei der letzten WM in der Gruppenphase geschlagen. In Gruppe F gegen die Niederlande, Schweden und Tunesien ist ein zweiter Platz absolut realistisch. Im Achtelfinale würde Japan vermutlich auf einen Gruppenzweiten oder -dritten aus einer anderen Hälfte treffen — kein unüberwindbares Hindernis. Die Quote auf ein japanisches Viertelfinale liegt bei etwa 5.50, und ich halte die reale Wahrscheinlichkeit für näher an 25 Prozent als an den implizierten 18 Prozent.
Szenario drei: Saudi-Arabien gewinnt ein K.o.-Spiel. Die Saudis haben bei der WM 2022 gezeigt, dass sie auf höchstem Niveau mithalten können — der Sieg gegen Argentinien war kein Zufallstreffer, sondern das Ergebnis eines präzise ausgeführten taktischen Plans. In Gruppe H stehen mit Spanien und Uruguay zwei schwere Gegner, aber ein dritter Platz könnte für das Weiterkommen reichen. Und im Achtelfinale gegen einen Gruppensieger oder -zweiten aus einer schwächeren Gruppe ist alles möglich. Die Quoten auf ein saudisches Achtelfinale liegen bei 4.00 bis 5.00 — kein Schnäppchen, aber für eine Unterhaltungswette mit narrativem Potenzial durchaus reizvoll.
Diese WM-Gruppen 2026 bieten so viel taktische und analytische Tiefe wie kein Turnier zuvor. Das neue Format mit 12 Gruppen und der Möglichkeit, als Gruppendritter weiterzukommen, verändert die Dynamik jedes einzelnen Gruppenspiels. Kein Team kann sich sicher fühlen, und kein Ergebnis ist vorhersehbar — selbst in den Gruppen, die auf dem Papier klar erscheinen.
Meine wichtigste Erkenntnis aus dieser Analyse: Die besten Wettgelegenheiten liegen nicht bei den Gruppensiegern der Top-Favoriten, sondern bei den Zweitplatzierten und Dritten in den mittelschweren Gruppen. Dort sind die Quoten attraktiver, die Wahrscheinlichkeiten realistischer und die Buchmacher-Margen niedriger. Wer sich auf zwei oder drei Gruppen spezialisiert und dort die Spielverläufe genau verfolgt, hat einen strukturellen Vorteil gegenüber dem Wetter, der auf alle 12 Gruppen gleichzeitig schaut.
Für deutsche Fans ist die Gruppenphase in doppelter Hinsicht relevant: Erstens spielt Deutschland in Gruppe E, wo der Gruppenausgang kaum in Frage steht, aber die Platzierung über die Setzung in der K.o.-Runde entscheidet. Zweitens finden die Spiele in nordamerikanischen Zeitzonen statt, was bedeutet, dass viele Gruppenspiele um 22:00 oder sogar 01:00 MESZ angepfiffen werden. Das verändert das Zuschauererlebnis — und für Wetter, die live verfolgen und In-Play-Wetten nutzen möchten, auch die Strategie. Wer um Mitternacht müde wird, trifft andere Entscheidungen als um 15:00 Uhr am Nachmittag.
Die Gruppenphase der WM 2026 beginnt am 11. Juni mit Mexiko gegen Südafrika im Estadio Azteca und endet am 28. Juni. 39 Spieltage, 104 Spiele, und mehr Überraschungen als jedes Modell vorhersagen kann. Ich freue mich darauf — als Analyst, als Fan und als jemand, der weiß, dass die besten Geschichten einer WM in der Gruppenphase geschrieben werden. Werbung | 18+ | Verantwortungsvoll spielen.